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Vilnius: Die Heimat der letzten Zaren, eine Netflix-Miniserie

Bis 1918 Litauen war ein Teil des russischen Reiches, doch diesmal wurde die Geschichte der königlichen russischen Familie der Romanows in den Straßen von Vilnius in der berühmten Netflix-Miniserie The Last Czars zum Leben erweckt.

Die Big-Budget-Serie wurde hauptsächlich in Vilnius gedreht und zeigt historische Szenen mit Erklärungen im Dokumentarfilmstil von Weltklasse-Historikern. Die Geschichte des Films spielt in Russland von 1894 bis 1918 und zeigt den Fall der Romanov-Dynastie.

Orte, welche vom echten Zar besucht wurden

Es ist bekannt, dass Kaiser Nikolaus II. Vilnius einmal besuchte – 1914 auf seiner Rückreise nach St. Petersburg. In seinem Tagebuch schrieb er: „Ich bin nach Vilnius gekommen. […] Ich habe Soboras, das Militärkrankenhaus und das Krankenhaus des Roten Kreuzes besucht. Ich habe alle verletzten Offiziere und Soldaten mit niedrigerem Rang besucht. Ich habe mich vor der Mutter der Barmherzigkeit in der Kapelle der Tore der Morgenröte verneigt.“ Aufgrund der herzlichen Grüße und der Schönheit der Stadt verblieb er länger in Vilnius, als erwartet.

Filmorte

Verkiai-Palast, Žaliųjų Ežerų St. 49

Der Verkiai-Palast wurde in der Miniserie zur Moskauer Residenz des Grafen Jussupow, welcher Rasputin ermordete. Im wirklichen Leben gehörte das neoklassizistische Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert dem Fürsten Ludwig Wittgenstein. Das Innere des Palastes wurde gemäß dem authentischen historischen Erscheinungsbild renoviert und ist somit ein perfekter Drehort. Auf einer geführten Tour können Sie ihn besuchen oder Sie spazieren einfach durch den alten Park und genießen seine Schönheit von außen.

Die orthodoxe Kathedrale der Himmelfahrt der Gottesmutter, Maironio St. 14

Die wichtigste orthodoxe christliche Kirche in ganz Litauen stammt aus dem 14. Jahrhundert. Diese Kirche befindet sich, gegenüber der Altstadt von Vilnius und dem Künstlerviertel Užupis, am malerischen Flussufer von Vilnelė. Schauen Sie von der Brücke von Užupis, um ihre ganze Schönheit zu bewundern. „Die orthodoxe Kathedrale der Himmelfahrt der Gottesmutter stellte eine atemberaubende Kulissen für die Krönung des Zaren Nicholas dar.  Wir standen jedoch fast vor einem Problem, mit dem wohl alle neuen Zaren konfrontiert waren: Die Krone war zu klein“, erklärt Hereward Pelling, der Produzent von the Last Czars, broadcastnow.co.uk.

Hof der Kirche und Kloster der Heiligen Dreifaltigkeit, Aušros vartų 7B

Die erste Kirche wurde der Legenda nach hier im 14. Jahrhundert von der Großfürstin Uliana von Tver, einer Gemahlin des Großfürsten Algirdas, errichten. Sobald Sie die kunstvollen basilianischen Tore durchqueren, entdecken Sie die geheime Perle – die Kirche und das Kloster aus dem 16. Jahrhundert. Aufgrund des unverwechselbaren Anblicks des russisch-byzantinischen Stils werden Sie sich fühlen, als würden Sie sich im Herzen der Miniserie befinden.

Vaidila-Theater, A. Jakšto St. 9

Das neugotische Gebäude aus dem 19. Jahrhundert verbirgt beeindruckende Säle mit Kronleuchtern und Dekor für den russischen Zaren. Es war im wirklichen Leben ständig ein Ort für die Treffen der litauischen Intellektuellen sowie ein einzigartiger Ort für die Theaterstücke. Das Gebäude, welches während des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigte wurde, rekonstruierte man zu seinem Glanz, während selbst die kleinsten Details als kulturelles Erbe erhalten blieben.

Franziskanerkloster, Trakų St. 9

Das älteste Kloster Litauens wurde 1334 erbaut. Im Laufe der Jahrhunderte haben der Innenhof und die Gebäude ihr historisches Erscheinungsbild bewahrt und sorgen für einen imposanten Anblick. Das Kloster ist bis heute von vielen Legenden umgeben. In der Miniserie wurde die Trakai-Straße neben dem Kloster zum Ort der Kutschenexplosion, bei der Großherzog Sergej Alexandrowitsch getötet wurde.

Villa Trakų Vokė, Žalioji-Platz 2A

Ein Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert, welches zwischen Vilnius und einer kleinen Stadt namens Trakai gelegen ist, gehörte dem Grafen Tiškevičius. Ursprünglich wurde sein Park von einem französischen Landschaftsgestalter entworfen und bis heute konnte seine Schönheit und die alten Bäume bewahrt werden. In The Last Czars wurde das Herrenhaus zum berüchtigten malvenfarbenen Boudoir von Alexandra, das mit dem nachgebildeten Gemälde von Marie Antoinette ergänzt wurde.

Literaturmuseum von A. Puschkin, Subačiaus St. 124

Das Museum ist eine Darstellung der exquisiten Holzarchitektur Russlands und umgeben von üppigem Grün der Wälder und urigen Teichen. Im Museum befindet sich ein ehemaliges Wohnhaus, das der Familie von Grigory Pushkin – dem Sohn des Dichters Alexander Pushkin – gehörte. Sie haben hier die Chance, den authentischen Haushalt der russischen Gutsherren zu erkunden, welche im 19. Jahrhundert in Vilnius lebten.

Film-Trivia

„Stoffe aus dieser Zeit zu finden, ist relativ schwierig. Deshalb wurden die meisten für Kostüme verwendeten Stoffe auf Flohmärkten in Vilnius und Mailand gekauft. Eine meiner Assistenten zeigte mir eines Tages ein Bild von ihrem Wohnzimmer in Vilnius. Ihre Vorhänge waren genau der richtige Stoff und die richtige Farbe für die Aufgabe. Ich konnte sie überzeugen, sie an mich zu verkaufen, und wir konnten Alexandras Kleid vervollständigen“, erzählt Barbara Elum-Baldres, Kostümdesignerin von Last Czars, broadcastnow.co.uk.

„Es war eine fantastische Erfahrung – es war fast zu schön, um wahr zu sein! Ich empfehle auf jeden Fall, nach Vilnius zu gehen, für alle, die es noch nicht getan haben “, erzählt Susanna Herbert, die Alexandra in der Mini-Serie spielt, Express.co.uk